Josef-Durler-Schule Rastatt

Verabschiedung der Pensionäre
Schulleiter Gerold Wendelgaß entlässt Dr. Dietrich Biedermann, Gabriele Hoppenworth und Werner Hafner
[vgl. Badisches Tageblatt vom 4. August 2009]
Rastatt (wla) – Breiten Raum nahm die Verabschiedung der Pensionäre der Josef-Durler-Schule Rastatt in der letzten Gesamtlehrerkonferenz des vergangenen Schuljahrs durch Schulleiter Gerold Wendelgaß ein. Diese fiel in diesem Jahr ausgesprochen persönlich aus, handelte es sich doch um zwei ehemalige Lehrkräfte des Schulleiters und um seinen Stellvertreter.

Seit 1973 unterrichtete Oberstudienrätin Gabriele Hoppenworth Deutsch, Französisch und Italienisch an der Josef-Durler-Schule. "Trotz Ihres jugendlichen Alters wirkten Sie auf uns Schüler immer mütterlich und weckte ein Gefühl von Wärme und Nähe", bescheinigte Wendelgaß seiner früheren Deutschlehrerin. Obwohl Mutter von drei Kindern habe sie sich als Verbindungs- und Beratungslehrerin, im Personalrat und bei der Betreuung der Lehrer- und Schülerbücherei engagiert. 1994 feierte sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

"Obwohl es nun schon 36 Jahre her ist, kommt es mir vor, als hätte ich erst vor einer Woche hier angefangen zu arbeiten", zog Gabriele Hoppenworth ein sehr persönliches Resümee ihrer Berufstätigkeit. Sie bedankte sich für die Kollegialität, die ihr vor allem als junge Mutter entgegengebracht worden sei, und rief dazu auf, diese angenehme Atmosphäre weiterhin zu pflegen.

Werner Hafner kam1973 an die damalige Gewerbeschule Rastatt. Der gelernte Maschinenschlosser arbeitete zunächst in der freien Wirtschaft, ehe er an der Sportschule Schöneck Sport studierte und sich schließlich zum Industriemeister in der Fachrichtung Metall weiterbildete. Er beging 1998 sein 25-jähriges Dienstjubiläum. "Ich habe durch die Lehrersportgruppe schnell Kontakt zu den Kollegen bekommen", berichtete der Ruheständler n spé im Anschluss. Er messe dem Sport eine große Bedeutung für das Wohl von Körper, Geist und Seele bei, die sich nicht auf Kinder und Jugendliche beschränke.

"Ich habe mich von dir stets gut beraten gefühlt", wandte sich Oberstudiendirektor Wendelgaß schließlich seinem bisherigen Stellvertreter Dr. Dietrich Biedermann zu. Er habe ihm mit großer Geduld und Ruhe zur Seite gestanden, als er 2001 die Schulleiterposition bekleidete und sich in viele Bereiche einarbeiten musste. Wendelgaß hob vor allem seine Loyalität und Teamfähigkeit hervor.

Dr. Biedermann war zunächst als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Karlsruhe tätig, ehe er 1977 in Mathematik promovierte. Noch im selben Jahr begann er sein Referendariat an der Rastatter Gewerbeschule mit den Fächern Mathematik und Physik. Er engagierte sich im Personalrat, als Strahlenschutzbeauftragter und als Mentor in der Referendarausbildung. Er war als Fortbildner für Mathematik tätig, als Drittkorrektor im Mathematikabitur und wurde 1985 in die Aufgaben-Auswahlkommission für Abituraufgaben in Mathematik berufen.

Seit 2004 arbeitete er als ständiger Vertreter des Schulleiters, der sich nicht zuletzt in seiner Rolle als Stundenplangestalter immer für die Kollegen einsetzte". "Ich denke, ich habe immer die Perspektive des Kollegiums eingenommen", bilanzierte Dr. Biedermann in seiner Ansprache und bedankte sich für das angenehme Klima innerhalb des Kollegiums.

Text und Foto: Langen-Droll