Jeder sieht anders aus, auch wenn sie alle aus denselben Bauteilen, aus Schrauben, Unterlegscheiben, Muttern und Lochblechen, bestehen und einige konstruktive Vorgaben erfüllen müssen: Dinosaurierähnlich reckt der eine einen langen Ausleger nach vorn, und ein anderer steht auf spinnenförmig sich spreizenden Beinchen.
18 Schüler aus Realschulen in Durmersheim, Gaggenau, Iffezheim und Kuppenheim haben, betreut durch ihre Lehrer und Lehrerinnen und in ihrer Freizeit, neun Kräne gebaut und Konstruktionsprozess und Aufbau in einer Dokumentation beschrieben.
Auf die 'Nachwuchs-Ingenieure' der drei besten Kräne warten Einkaufsgutscheine, gesponsert von der Sparkasse Rastatt-Gernsbach, der Volksbank Rastatt-Baden-Baden und von Oktomedia. Gewonnen hat Serdar Özceliks und Julian Slawiks 'Dinosaurier'-Kran, weitere Preisträger sind Pascal Schorpp, Philipp Ritter, André Hannich und Jasper Morlock.
Zuvor herrschte in der Josef-Durler-Schule ein wenig 'Rastatt-sucht-den-Superkran'-Stimmung: Direktor Gerold Wendelgaß begrüßt die Schüler und die sie begleitenden Lehrer, fragt: "Hat's Spaß gemacht?", wirbt für technische Bildung, denn an Meistern, Technikern und Ingenieuren herrsche Mangel, und wünscht "jedem, dass er den ersten Preis gewinnt".
Die Jury aus den Veranstaltern und Yvonne Badde, Helge Weingärtner und Ralf Wuchner, drei weiteren Lehrkräften der Josef-Durler-Schule, prüft ruhig und genau die ausgestellten Kräne auf Einhaltung der Vorgaben, auf Stabilität und Originalität.
Derweil betrachten die Schüler in einer Mischung aus Ehrgeiz, Neugier und 'Coolness' die Modelle der anderen und warten gespannt auf ihren eigenen Einsatz beim Wiegen. Denn auch ein Lochblech-Kran aus dem Modellbaukasten muss eines können: Lasten tragen.
Die Last in der Josef-Durler-Schule ist Sand, der in einem Eimer am Lastpunkt hängt: Die kleinen Schüler-Kräne können erstaunliche Mengen Sand tragen, bevor sie ins Kippen kommen.