Josef-Durler-Schule Rastatt

Projekttage 2009
"Das "goldene Nilpferd", "Hulk" oder der Sportwagen mit Sexappeal ..."
[vgl. Badische Neueste Nachrichten vom 14.11.2009]
Rastatt (wla) – Ob das "goldene Nilpferd", "Hulk" oder der Sportwagen mit Sexappeal – die Zwölftklässler der Josef-Durler-Schule Rastatt sprühten nur so vor Ideen bei der Präsentation ihrer vierrädrigen Fimo-Babys zum Abschluss der Projekttage. Aufgeteilt in 26 Gruppen hatten die Jugendlichen aus den drei Profilen des Technischen Gymnasiums in drei Tagen ein Autokarosserie-Modell mit einer dazu passenden Inneneinrichtung entwickelt, das es nun einer kritischen Jury zu verkaufen galt.

Auch in diesem Jahr lag der Schwerpunkt im Profil Gestaltungs- und Medientechnik. So sollte die Karosserie laut Aufgabenstellung gestalterisch und funktional den Ansprüchen eines Sport-, Familien- oder Geländewagens gerecht werden, dabei zukunftsorientiert und neuartig in der Formensprache sein. "Wir legen Wert auf Originalität und Kreativität", erläuterte Freda Bethmann als eine der verantwortlichen Lehrkräfte die Kriterien der Jury. Wichtig sei neben dem Design eine gründliche und vollständige Dokumentation, die den gesamten Entwicklungsprozess von der ersten Idee bis zum fertigen Modell der jeweiligen Gruppe nachvollziehbar mache. Schließlich werde auch die Technik bewertet, wobei neben dem Strömungsbild des Modells auch das handwerklich saubere Arbeiten als Grundlage dienen sollten.

Am ersten Tag machten sich die Mädchen und Jungen zunächst einmal daran, Skizzen für ihr Traumauto zu entwerfen. Dabei galt es festzulegen, für welche Zielgruppe das Modell kreiert werden soll und welche Eigenschaften deshalb im Hinblick auf Fahreigenschaften und Ausstattung zu berücksichtigen sind. In einem zweiten Schritt wurde die Karosserie aus Fimo modelliert. Entsprach sie den Vorstellungen der jungen Designer, wurde das Fimo ausgehärtet, mit einer Folie überzogen und diese dann farblich gestaltet. Danach musste die Innenausstattung entworfen werden.

Am letzten Tag schließlich schlug die Stunde der Wahrheit: Jede Gruppe musste ihr Modell und ein dazugehöriges Moodboard präsentieren, das die verschiedenen Aspekte des ausgewählten Fahrzeugs in Form einer Collage veranschaulichte.

Da gab es den Geländewagen "Hulk", groß und grün, mit einem in den Boden eingelassenen Waffenschrank für den Jäger geeignet. Oder das Familienauto mit viel Platz und Beinfreiheit, so dass auch die Oma keine Angst vor einer Thrombose haben müsse. Aber auch den Sportwagen für den jungen, männlichen Single von heute, der mit eingebautem Sexappeal die Frauen verführen hilft.

Die Jury machte sich die Entscheidung nicht leicht. Doch letztendlich hievte sie Marco Heck, Natalie Wunsch und Tatjana Götz aufs Siegertreppchen, die für ihr Automodell je eine Zehnerkarte für die Bobbahn auf dem Mehliskopf erhielten. Platz zwei machte die Gruppe Achim Schäfer, Lucas Radke und Mirjam Schöler, die mit einem Matchboxauto belohnt wurde. Über den dritten Platz und ein Autoquartett freuten sich Rico Bittenbinder, Lukas Andreas Braszus, Asli-Bilge Atlihan und Patrick Szpyra. Einen Sonderpreis erhielten Nadine Isabell Rahner und Jennifer Junker.

Text und Fotos: Langen-Droll