Drei mal 40 Schulwochen haben sie hinter sich, am Freitagabend durften die Abiturienten der Josef-Durler-Schule Rastatt des Landkreises Rastatt ihre Abiturszeugnisse in Empfang nehmen. Sie hatten das Bürgerhaus in Malsch für den festlichen Abend ausgwählt, der mit der feierlichen Überreichung der Abiturszeugnisse durch Schulleiter Gerold Wendelgaß begann und mit einem bunten Showprogramm die Schulzeit beendete.
Schulleiter Gerold Wendelgaß ließ in seiner Rede vor den Abiturienten und ihren Eltern die vergangenen drei Schuljahre Revue passieren, ging auf die Entwicklungen der Schule und Schüler ebenso ein wie er das innen- und weltpolitische Zeitgeschehen in Schlagzeilen beleuchtete. Die ersten Wochen/Monate am TG in Rastatt seien erst einmal vom Kennenlernen geprägt gewesen. Immerhin gelte es, Schüler aus den verschiedensten Schulen und Schularten des Landkreises Rastatt in ihren Profilfächern als Klasse zusammenzuführen und auf ein einheitliches Niveau zu bringen. "Das sehen wir nicht nur als Bildung-, sondern auch als Erziehungsauftrag", so Wendelgaß. Er legte allen die Lektüre der diesjährigen Abi-Zeitung ans Herz, die einen lebendigen und farbigen Einblick in das Schulleben biete. Er würdigte die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen SMV und Schulleitung, verwies darauf, wie sinnvoll das OES (operativ-eigenständige-Schule)-Konzept sei: In diesem Rahmen können die Fachlehrer schnell und flexibel auf sich verändernde Berufsbilder reagieren. Sein Dank ging an alle Kollegen, die diesen Jahrgang mitbetreut und unterrichtet haben, den er jetzt in ein selbst bestimmtes Leben mit den besten Wünschen entließ.
So wie Jonas Schröder, Scheffelpreisträger der JDS 2011, mag wohl mancher der Abiturienten die ersten Schultage an der neuen Schule erlebt haben: Wer wird da wohl alles sein? Wie setzen sich die Gruppen zusammen? Eine Kennenlern-Woche machte diese Sorgen bald zu Makulatur. "Auch wenn unser Schnitt mit 2,5 nicht der Beste ist, in der Bewertung Zusammenhalt hätten wir eine eins verdient", so Jonas Schröder, der die Rede der Abiturienten hielt. Er wusste einiges über die Eigenheiten und Unterrichtsmethoden verschiedener Lehrer im Rückblick augenzwinkernd zu berichten und über gewisse Mängel bei der Infrastruktur der Josef-Durler-Schule. Bei aller Nostalgie vergaß Jonas Schröder jedoch auch Kritikpunkte nicht: So mahnte er an, dass der Informationsfluss zwischen Schulleitung, Lehren und Schülern verbesserungsfähig sei.
Einen Schulpreis für Leistungen mit einem Durchschnitt bis 1,5 erhielten: Manuel Arnold (Durmersheim), Jonas Kaltenbach (Bischweier) und Michael Stahlberger (Baden-Baden). Ein Lob erhielten: Lilly Baer (Gaggenau), Marcel Bosler (Iffezheim), Nathalie Fischer (Ottenhöfen), Celina Retz (Gernsbach), Michael Riedinger (Gaggenau), Achim Schäfer (Iffezheim), Jonas Schröder (Gaggenau) und Kerstin Westermann (Gaggenau).
Für ihr besonderes soziales Engagement als Schülersprecher erhielten Zertifikate: Asli-Bilge Atlihan (3 Jahre), Inge Baum (2 Jahre) und Lukas Radke (1 Jahr). Für ihre Mitarbeit beim Projekt "Schüler helfen Schülern" wurden Lilly Baer, Jonas Kaltenbach, Katja Knörr, Sven Kozyra, Fabian Kratzer und Kerstin Westermann ausgezeichnet.
Die Fachpreise gingen an Jonas Kaltenbach (Preis des Landkreises, Luk-Preis, Porsche–Preis, Deutsche Physikalische Gesellschaft, Mathematik), Manuel Arnold (Technik), Michael Stahlberger (Informationstechnik, Rotary-Preis), Kerstin Westermann (Seminarkurspreis, Ökumenischer Schulpreis), Michael Riedinger (Chemie), Jonas Schröder (Scheffelpreis), Nathalie Fischer (Italienisch) und Marcel Bosler (Maulmedaille im Fach Sport).