Josef-Durler-Schule Rastatt

Nachhaltige Kooperation für die Zukunft der Region
Josef-Durler-Schule Rastatt und Daimler AG Mercedes-Benz Werk Rastatt unterzeichnen Kooperationsvertrag
Kooperationsvertrag
 
Kooperationsvertrag
Rastatt (eva) Im Beisein des Landrats Jürgen Bäuerle unterzeichneten Gerold Wendelgaß, Direktor der Josef-Durler-Schule Rastatt, und Manuela Rascher, Ausbildungsleiterin des Mercedes-Benz Werks Rastatt für die Firma Daimler im Rahmen einer Feierstunde in der Rastatter gewerblichen Schule einen Kooperationsvertrag.

Direktor Wendelgaß zog aus diesem Anlass einen Vergleich zur Systemtheorie und nannte die Kooperation von Josef-Durler-Schule und Daimler eine Vernetzung von zwei Systemen, die schon seit Jahrzehnten im Rahmen des Dualen Systems der beruflichen Bildung erfolgreich zusammenarbeiten. Denn die Zusammenarbeit zwischen Firma und Bildungsstätte, die jetzt eine vertragliche Form fand ? Jürgen Bäuerle sprach vom "Ehevertrag" ? ist keine Neuerung, sondern wird auf Initiative von Peter Hambsch, Personalmanager im Daimler-Werk Rastatt, schon geraume Zeit gepflegt.

Daimler bietet Praktikumsplätze und Bewerbertraining für Schüler und Schülerinnen der Josef-Durler-Schule und möchte, so Rascher, dafür sorgen, dass möglichst viele Jugendliche einen vertieften Einblick in Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und verschiedene Hochschulstudien erhalten und in der Lage sind, möglichst gut informiert und gut beraten, einen Beruf zu wählen. Denn, das betonten Wendelgaß, Rascher und Bäuerle in ihren Reden, die Technologieregion Karlsruhe brauche als High-Tech-Gegend junge gut ausgebildete Menschen. Unterstützung bei der Berufswahl sei eine Win-Win-Situation: Den richtigen Beruf gefunden zu haben, gebe jedem einzelnen Lebensfreude ? und die Firmen, und damit die ganze Region, profitierten von motivierten und kompetenten Mitarbeitern, so Bäuerle.

Der Landrat bekannte sich bei dieser Gelegenheit auch zum Neubau der Holz- und Metallwerkstätten an der Josef-Durler-Schule, damit dort weiterhin gut qualifizierte Mitarbeiter für die Firmen der Region ausgebildet werden können.

Direktor Wendelgaß dankte dafür auch den Mitgliedern des Kreistags: "Sie alle haben mit der Entscheidung für einen Neubau der Holz- und Metallwerkstätten dazu beigetragen, die Josef-Durler-Schule für die Zukunft zu rüsten, damit wir kompetenter dualer Partner der Betriebe unseres Kreises und darüber hinaus bleiben können." Und einen Vorschlag an den Kooperationspartner hatte der Direktor der Josef-Durler-Schule auch schon im Köcher: Ein Besuch im Rastatter Daimler-Werk sollte ein fester Bestandteil beim Besuch der polnischen Gastschüler aus Nowy Targ werden.

Wendelgaß konnte von der Industrie- und Handelskammer auch Annemarie Herzog begrüßen, die das Programm "Wirtschaft macht Schule" koordiniert und sich für das duale System und die Berufsschulen stark macht. Wie Wendelgaß, Bäuerle und Rascher betonte auch sie, dass alle an einem Strang ziehen müssten, alle Talente eingesammelt werden müssten und jeder und jede den passenden Beruf finden solle: "Sie haben alle Chancen, nutzen Sie diese!".

Rascher, die sich sichtlich freute, dass so viele Schüler und Schülerinnen an der Feierstunde in der Aula der Schule teilnahmen, plädierte auch dafür, alte Zöpfe abzuschneiden. Mehr Mädchen sollten offen für technische Berufe und Studiengänge sein. Und dass Schüler an gewerblichen Schulen nicht nur fit an Computer und Werkbank sein können, sondern gelegentlich auch virtuos musizieren können, bewies Leo Trippel, Schüler einer Eingangsklasse des Technischen Gymnasiums: Sein Klavierspiel umrahmte die Vertragsunterzeichnung.