|
Die Schüler der freiwilligen Zusatzqualifikation "Gestalten im Handwerk" (Informationen hierzu finden Sie unter Zusatzqualifikationen) hatten sich als komplexes und gemeinschaftliches Abschlussprojekt den Automatenraum der Josef-Durler-Schule vorgenommen. Dieser sehr zweckmäßig eingerichtete "Automatenraum" bedurfte dringend einer Neugestaltung.
Die Neugestaltung begann zunächst auf den Papier. Aufmaß, Raumanalyse und das Erstellen der Umsetzungsziele nahmen die ersten Termine in Anspruch. Grundrisse und Ansichten wurden erstellt, was den Bauszeichnerinnen sehr entgegenkam.
Nun folgte die Entwurfphase, in der viele unterschiedliche Ideen entworfen wurden.
Dabei galt es folgende allgemein gestellte Ziele zu berücksichtigen:
- Unterstützung eines anregenden und freundlichen Klimas
- Unterstützung der Erziehung zum sensibleren Umgang mit unserer Umgebung
- Corporate Design als Teil des Schulmarketings berücksichtigen
 |
 |
 |
| Ansichten vor der Gestaltung |
Diese Ziele wurden von den Schülern folgendermaßen konkretisiert:
- Automaten so platzieren, dass genügend Platz für "Käufer" ist.
- Ruhezone schaffen für Lerngruppen oder einzelne Schüler, die Hausaufgaben machen wollen.
- Farbige, möglichst "zeitlose" Wandgestaltung.
- Flächen zum Informationstausch bieten.
- Ausstellungsflächen zur Präsentation von Schülerarbeiten / Projektergebnissen etc. schaffen.
- evt. Mülleimer, Stühle und Tische in die Gestaltung einbeziehen
- Pflanzen
Erste Ideen waren:
- Schattenumrisse an die Wände
- Bezug zur Josef-Durler-Schule über ein Wandbild schaffen
- Stühle, Tische und Mülleimer beschriften (Chef, Streber, Starlet, Hausaufgaben, Laberecke ...)
- Typografisch gestaltetes Wandbild mit allen Schularten; BVJ, TGG, Tischler, etc.
- Mit Farbflächen Akzente setzen
Nachdem wir uns auf einen Entwurf einigen konnten, der auch der Schulleitung sehr zusagte, wurde der praktische Teil organisiert. Welche Farbtöne sollen es genau sein? Wie viel Farbe wird benötigt? Wer fertigt die entworfenen Möbelstücke an? Wann wird was gemacht? Waren nur einige der Fragen, die geplant und festgelegt werden mussten.
Recht schnell waren sich die Schüler bei der Namensgebung einig. Sie wollten einen Frei(-)raum, frei von Müll, Lärm, Rauch, Dreck, Stress, Lernen, Gewalt, Drogen, Lehrern, Randale, Zerstörung.
So mancher Samstag wurde geopfert, um die Wände unter fachkundiger Anleitung "unseres" Malers Adrian Kreis farbig zu gestalten. In der Zwischenzeit fertigten die Schreiner nach Entwürfen der Schüler die "Objektmöbel" an. Dies sind Vitrinen und Schaukästen sowie Sitzquader. Dann wurde geschliffen.
Eine perfekte Lackierung erhielten die Möbel von Christian Kienzle (Fahrzeuglackierer). Da die
anderen Schüler ihn dabei nicht viel unterstützen konnten, wurden die dekorativen
Bilderschienen fertiggestellt, mit Fotos bestückt und die Heizkörper lackiert. Dies geschah
montagabends im Anschluss an den jeweiligen Arbeitstag der Schüler. Diese waren motiviert und vom
langsamen aber sicheren Fortschritt des Raumes begeistert.
 |
 |
 |
| Der fertige Raum! |
|
Stolze Gestalter, Corina Gerling und Christian Kienzle fehlen. |
Als endlich am 18.07.2007 alle Möbel montiert waren und in Position gerückt wurden,
waren alle sichtlich stolz auf ihr Ergebnis. An diesem Abend erhielten die Schüler auch ihr
Zertifikat "Gestalten im Handwerk" durch den Schulleiter Herrn Wendelgaß, worin ihnen
durchweg sehr gute und engagierte Leistungen bescheinigt werden konnten.
| Projektleitung: |
OStR’in Antje Brocke |
|
| Beteiligte Schüler: |
Olga Bauer (Bauzeichnerin), Corina Gerling (Bauzeichnerin), Adrian Kreis (Maler und Lackierer), Christian Kienzle (Fahrzeuglackierer), Imke Nagel (Bauzeichnerin), Jana Steinert (Bauzeichnerin) |
|
| Hilfreich unterstützt von den Lehrern der |
| Schreinerwerkstatt: |
Reiner Genzinger, Christoph Ohnemus |
| ... und der |
| Metallabteilung: |
Michael Kölmel |
|
| Text und Fotos von: |
OStR’in Antje Brocke |
Weitere Bilder
|